Friedrich-Ebert-Gymnasium

63165 Mühlheim am Main

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Medienkonzept des Friedrich-Ebert-Gymnasiums

Vorbemerkung

Die neuen Medien, insbesondere der Computer mit seinen verschiedensten Peripheriegeräten, sind ein wichtiger Motor von Veränderungen in der Schule. Es geht dabei nicht nur um die grundlegende Handhabung der neuen Technologien. Die Schule muss vielmehr auch flexibel mit ihren Inhalten, ihren Methoden und ihrer technischen Ausrüstung auf die sich ständig verändernde Medienlandschaft reagieren können, deren jeweilige technische Standards die allgemeinen sozialen und ökonomischen Prozesse mit bestimmen. Dies erfordert einen ständigen Zufluss von finanziellen Mitteln, um gegenwarts- und zukunftsorientiert in der Schule arbeiten zu können. Medienkompetenz gilt heute als eine neue Schlüsselqualifikation, die zu den klassischen Bildungsinhalten hinzugekommen ist. Im Rahmen der allgemeinen Mediendidaktik geht es darum, die neuen Medien vermehrt in den Unterricht zu integrieren, weiter zu entwickeln und später zu evaluieren. Bildet das vorliegende Konzept für das FEG den allgemeinen didaktischen Rahmen, so muss dieses fachgerecht in den Teilkonferenzen präzisiert werden.

Ziele

Der Einsatz der neuen Medien intendiert die Qualitätsverbesserung des Lehrens und Lernens:

Umgestaltung von Lehr- und Lernprozessen:
Unter dem Gesichtspunkt der Qualitätsverbesserung gehören der Einsatz neuer Medien und die Umgestaltung der Lehr- und Lernprozesse untrennbar zusammen. Diese Umgestaltung zielt darauf ab, dass sich der Anteil des aktiven und selbst gesteuerten problemorientierten Lernens erhöht. Den Schülern/innen sollen mehr Möglichkeiten eröffnet werden, das Lernen individuell zu gestalten und Informationsangebote (z.B. Bibliotheken, Internet) zu nutzen. 

Curriculare Integration des Einsatzes neuer Medien:


Die Tatsache der verbreiteten Nutzung neuer Medien wird sich in Zukunft in den Curricula der Fächer niederschlagen. Das betrifft insbesondere  

  • fachliche Inhalte, deren Vermittlung erst aufgrund der technischen Unterstützung möglich werden (Bsp.: Computergestützte Simulationen);
  • die Kompetenz, die durch vernetzte Systeme erhaltenen Informationen angemessen einzuschätzen und zu bewerten;
  • die Fähigkeit, die angebotenen Medien im Sinne der intendierten Lernprozesse zu handhaben und selbstständig gestalterisch tätig zu werden.

Die derzeitige IT- Infrastruktur des FEG

  • Gerätetechnische Infrastruktur
    Seit Ende 2002 wurde das FEG als IT- Modellschule komplett verkabelt und entsprechend mit Hard- und Software ausgestattet. Im Dezember 2008 wurde die gesamte Hardware ausgetauscht und auf den neusten Stand gebracht.
  • Der Umgang mit den erprobten „alten Medien“ und die Integration der neuen Medien
    Viele Räume sind mit Pinnwänden bzw. Magnetstreifen, Overheadprojektoren (OHP) und Projektionsflächen ausgestattet. Für Medien, die nicht in ausreichender Stückzahl für alle Räume vorhanden sind (dies gilt für mobile TV-Video- u. DVD- Einheiten, OHP, CD-Spieler u. Flippcharts,), bestehen Sammelstellen (Medienzentren).
    Mit der Einrichtung eines Multimedia- (32 Schülerarbeitsplätze) und eines Informatik-Raumes (16 Schülerarbeitsplätze) ergeben sich für alle Fächer die Möglichkeiten, zeitgemäße Formen des Lernens und Recherchierens zu nutzen. In den naturwissenschaftlichen Fächern und der Mathematik wird die Ausstattung sowohl mit fachspezifischen Programmen (z.B. Derive, Euklid, Delphi, Simulationen) als auch zur Internet-Recherche und zu Präsentationen genutzt. Die Fächer der Fachbereiche I und II nutzen die Multimedia-Anlage überwiegend zur Internet-Recherche und zu Präsentationszwecken. Der Informatik-Raum wird allerdings vorrangig für den Fachunterricht Informatik eingesetzt.
  • „Medienecken“
    Alle Klassenräume des Friedrich-Ebert-Gymnasiums besitzen Anschlüsse zum zentralen Schulserver und zum Internet. Über mobile PC-Einheiten, die sich in den Medienzentren befinden, können temporäre Medienecken in Klassenräumen eingerichtet werden. Weiterhin bietet sich der Einsatz mobiler Laptops mit zugehörigem Beamer an. Diese mobilen Einheiten können zentral ausgeliehen werden. In den Fachräumen der Fächer Kunst, Musik, Chemie, Biologie und Physik sind ebenfalls  für den Fachunterricht mit Verbindung zum Schulnetz und Internet eingerichtet. Die Schüler/innen der Oberstufe haben die Möglichkeit, unterrichtsbezogene Aufgaben außerhalb des Fachunterrichtes mit Hilfe der neuen Medien zu erledigen. Zu diesem Zweck wurde bisher im Oberstufenzentrum eine „Medienecke“ mit Verbindung zum Schulnetz und zum Internet eingerichtet.
  • IT-Arbeitsplätze in den Bibliotheken
    In der Oberstufen- und in der Mittelstufenbibliothek haben alle Schüler/innen mit PC-Führerschein die Möglichkeit auch elektronische Recherchemethoden (Internet, multimediale Lexika) unter Aufsicht in Freiarbeit zu nutzen. In beiden Bibliotheken befinden sich PC- Arbeitsplätze, die an den Schulserver und das Internet angeschlossen sind.
  • IT-Arbeitsplätze für Lehrkräfte
    Für die schulische Arbeit befinden sich im Lehrerzimmer unserer Schule sechs multimediale Arbeitsplätze mit Anschlüssen an das Schulnetz und das Internet.

Die Integration der neuen Medien in den Schulalltag

  • Allgemeine Computergrundbildung („PC-Führerschein“)
    Seit dem Schuljahr 2005/2006 wird das Medienprojekt „PC-Führerschein“ in der 5. Jahrgangsstufe in Kooperation mit dem Schulelternbeirat und in Absprache mit der Fachgruppe Informatik durchgeführt. Dabei werden den Schülern/innen der 5. Jahrgangsstufe multimediale und informationstechnische Grundkenntnisse vermittelt. Diese Grundkompetenzen sollen die Schüler/innen in allen Fächern nutzen. Sie machen grundlegende technische Einweisungen innerhalb der Unterrichtszeiten überflüssig, sodass die Lerninhalte effizient vermittelt werden können.
  • Informatikunterricht (Jahrgangsstufe 09 bis 13)
    Zum Erwerb fortgeschrittener fachspezifischer Kenntnisse werden im Unterricht der Jahrgangsstufen 09 bis 13 zweistündige Kurse angeboten. Wenn es die Personalressourcen der Schule zulassen, wäre eine Differenzierung nach Fortgeschrittenen und Anfängern im Wahlunterricht der Mittelstufe sinnvoll, da die Schüler/innen unterschiedliche Vorkenntnisse in den Unterricht mitbringen.
    Der Informatikunterricht orientiert sich an vier Leitlinien, die der Gestaltung der Jahrgangsstufen zu Grunde gelegt werden:
    • Umgang mit Informationen
    • Wirkprinzipien von Informatiksystemen
    • Informatische Modellierung
    • Wechselwirkung zwischen Informatiksystemen, Individuum und Gesellschaft
        Jede Leitlinie wird spiralartig mehrfach durchlaufen, das heißt, in den Kursinhalten aller Jahrgangsstufen treten die
        Ziele und Inhalte mit zunehmender Komplexität und höherem Abstraktionsniveau wieder auf.
  • AG-Angebot des Faches Informatik
    Seit 1995 existiert an unserer Schule eine Informatik- AG. Die Arbeitsgemeinschaft ist für den Inhalt und das Design der Schulhomepage (www.muehlheim.de/feg) verantwortlich.

Zukünftige Handlungsfelder

  • Erstellung eines schulinternen Mediencurriculums
    Der fachspezifische Medieneinsatz (Nutzung der IT- Infrastruktur) soll in den Teilkonferenzen in Abstimmung mit den Lehrplänen umgesetzt werden und ist in das Schulcurriculum einzubinden.
  • Fortbildung des Kollegiums
    Abhängig von den Personalressourcen der Schule werden folgende Schwerpunkte in der schulinternen Fortbildung zur Nutzung der neuen Medien angestrebt:
    • regelmäßige (akkreditierte) Einweisung in die Nutzung der schulischen EDV
    • Schulung in der Nutzung fachspezifischer Software (Aufgabe der Fachkonferenzen)
    • Schulung für spezielle Präsentationssoftware (Bsp.: Mediator, OpenMind)
    • Nutzung von Foren und virtuellen Klassenräumen im Fachunterricht (z.B.LO-NET2)
    • Administratorenschulungen (externe Fortbildungen!)
  • Einrichtung einer „Medienecke“ für die Mittelstufe
    Für die Mittelstufenschüler/innen besteht keine IT- Nutzungsmöglichkeit außerhalb des Fachunterrichtes. Bei der Einrichtung eines Mittelstufenzentrums wird daher die Einbeziehung einer „Medienecke“ (wie im Oberstufenzentrum) angestrebt. Während der Nutzungszeiten muss allerdings eine PC- fachkundige Aufsicht vor Ort sein.
  • Anschaffungen (Ausbau im Sinne der curricularen Integration neuer Medien)
    Folgende Anschaffungen sind zur Erweiterung der schulischen EDV-Infrastruktur erforderlich bzw. wünschenswert:
    • weitere PC-Arbeitsplätze im Lehrerzimmer und Oberstufenzentrum,
    • weitere fest installierte und mobile Beamer und Notebooks (drahtlos),
    • weitere Laptopwagen (flexible PC-Nutzung in Klassenstärke),
    • Druckmöglichkeiten in den Medienzentren,
    • Ausstattung aller Klassenräume mit OHPs, Projektionsflächen, CD-Spielern,
    • fest installierte Musik- und Videoanlage für die Sporthalle,
    • digitale Videokamera,
    • unterrichtsbezogene Software/Lernmaterialien für den Fachunterricht,
    • mobiles Smartboard
  • Betreuung und Wartung der EDV-Infrastruktur
    • Neben der Einrichtung und Unterhaltung der Schulgebäude ist der Schulträger auch für deren Ausstattung mit neuen Medien verantwortlich. Damit Lehrer/innen die Informationstechnologie in ihrem Unterricht nutzen können, muss dieser für einen reibungslosen Betrieb der EDV sorgen.
    • Besonders die Betriebskosten einer funktionierenden IT- Schulumgebung macht in der Kalkulation einen nicht unerheblichen Anteil an den Gesamtkosten einer schulischen IT- Infrastruktur aus. Hierzu gehören die Anwender- und Anwendungsbetreuung, die Wartung und Netzwerkadministration (kurz: IT- Support), die Bereitstellung von Verbrauchsmaterialien, wie Toner und Papier, Updates von Software und der Austausch defekter bzw. veralteter Geräte, Reparaturen sowie Qualifizierungsmaßnahmen im technischen und pädagogischen Bereich.
    • Zur Sicherstellung des laufenden Betriebes hat sich die Einbindung des Medienassistenten als unverzichtbar erwiesen. Für die Verzahnung des EDV-Systems mit der pädagogischen Arbeit der Schule sind zudem Lehrer/innen in einer Mittlerposition als unterstützende Administratoren, zur Einweisung des Kollegiums und für die Umsetzung des pädagogischen Konzepts unabdingbar.

Verantwortlichkeit und Evaluation

Verantwortlich für die Maßnahmen zur Förderung der Medienkompetenz sind alle Teil­konferenzen, die Gesamtkonferenz und die Arbeitsgemeinschaft „Medienkonzept“.
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 29. Januar 2009 um 14:53 Uhr  

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