Vom Bedürfnis nach Ruhe - Einweihung der Verweilinseln
Reif für die Insel - so fühlt sich mancher Pennäler nach einer Doppelstunde Mathe oder einem Test in Chemie. „Einige müssen dann zwei Runden um den Sportplatz rennen, andere wollen sich in die Sonne legen“, weiß Astrid Steidle.
Als Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Friedrich-Ebert-Gymnasiums (FEG) war Sie an der Einrichtung von drei hölzernen Ruheinseln beteiligt. Die Treffpunkte auf dem Schulhof wurden am Donnerstag ihrer Bestimmung übergeben.Direktor Jürgen Hegener erinnerte, dass lernende Schüler oft eine höhere Arbeitsleistung und mehr Zeit aufbringen als ein Erwachsener für seinen Job. „Schüler brauchen Pausen, Erholung und eine angenehme, freundliche Umgebung, damit sie bei der Aufnahme von Wissen unterstützt werden.“
Planungen haben vor einem Jahr begonnen
Hegener dankte Eltern, Vereinsmitgliedern, Lehrern und Sponsoren sowie dem Schulamt für die Unterstützung. 2007 hatte der Förderverein sein Konzept veröffentlicht, vor einem Jahr begannen die Landschaftsarchitektinnen Ulrike Stockert und Annette Eschke mit der Planung.
„Grün statt grau“, lautete die Lösung, „Natur ins FEG!“. Ausgangsposition war der stetige Anstieg der Schülerzahlen in den 90-er Jahren und die erforderlich gewordenen Neubauten, die den Hof um ein Drittel verkleinerten. Auch zwei triste Hochbeete blockierten den Bewegungsraum der heute rund 800 Schüler. Zudem verleiht die geometrische Gebäudeanordnung der 60-er Jahre dem Gymnasium einen sehr technisch orientierten Charakter. Neben Bewegungsangeboten fehlten vor allem im Sommer schattige Verweilzonen.Neue Sitz- und Liegeflächen
Eltern und Förderer stellten einen Plan vor, um auch das Bedürfnis nach Ruhe und Erholung zu erfüllen. Drei ovale Sitz- und Liegeflächen mit farbigen Seitenwänden und einem Gleditsienbaum in der Mitte bilden die Lösung. Planken zertifizierten Tropenholzes formen die mittlerweile sehr beliebten Sonnenterrassen. Bürgermeister Bernd Müller erinnern sie an die Malediven. „Doch die gehen angesichts der Erderwärmung vielleicht unter“, bremste Schulsprecher Jonathan Hackenbroich, „unsere Schule nicht“. Im Vergleich zu Grundschulen hätten es die weiterführenden Lehranstalten schwerer, das Engagement von Eltern zu gewinnen, bemerkte Astrid Steidle.
„Grünes Klassenzimmer“ nächster Schritt





