Was ist das Buddy-Projekt?
Das von der Vodafone Stiftung ins Leben gerufene Buddy-Projekt ist ein Programm zum Erwerb sozialer Handlungskompetenzen, das an Schulen (Klassen 5 bis 10) umgesetzt wird. Gemäß dem Motto „Aufeinander achten. Füreinander da sein. Miteinander lernen." stärkt es Schülerinnen und Schüler, und führt dazu, dass sie Verantwortung für sich und andere übernehmen und Konflikte konstruktiv lösen.
Für jede Schule erarbeiten speziell ausgebildete Buddy-Trainer gemeinsam mit den Lehrern schulspezifische Praxisprojekte. Anhand der Erfahrungen, die sie in diesen Projekten machen, entwickeln sie Werte und Kompetenzen fürs Leben. Zum pädagogischen Konzept des Buddy-Projekts erfahren Sie hier mehr.
Am Buddy-Projekt nehmen rund 800 Schulen mit 400.000 Schülern teil.
Auswirkung des Buddy-Projekts auf die Schüler:
Im Buddy-Projekt erwerben Schüler soziale Handlungskompetenzen wie z.B. Verantwortungsübernahme, Konfliktbearbeitung, Perspektivwechsel, Kooperationsfähigkeit und Empathie. In Praxisprojekten nutzen Schüler ihre soziale Kompetenz und reflektieren ihr Handeln. Sie erfahren, dass ihr eigenes Verhalten eine Wirkung auf MitschülerInnen hat. Das stärkt ihr Vertrauen in die eigene Handlungskompetenz (Selbstwirksamkeit). Sie gestalten das soziale Leben in der Schule und lernen den verantwortlichen Umgang miteinander – auch über die Schule hinaus. Schüler lernen und übernehmen in Buddy-Praxisprojekten Verantwortung für sich und andere und handeln somit als Buddys.
Auswirkung des Buddy-Projekts auf die Schule:
Im Hinblick auf Problemfelder wie z.B. Gewalt, Sucht, Ausgrenzung wirkt das Buddy-Projekt präventiv, denn es stärkt die vorhandenen Ressourcen und vermittelt den Schülern fehlende soziale Handlungskompetenzen. Somit kann das Buddy-Projekt als eigenständiges Präventionsprogramm in der Schule eingesetzt werden. Durch sein offenes und bedarfsbezogenes Konzept eignet es sich aber auch zur Ergänzung bereits bestehender Projekte und Angebote (z.B. Streitschlichtung).
Was passiert am Friedrich-Ebert-Gymnasium in Mühlheim?
Auf Beschluss der Gesamtkonferenz vom Mai 2007 wird das Buddy- Projekt am FEG eingerichtet und zunächst für zwei Jahre durchgeführt. Ein Schüler- Audit im März 2008 ergibt, dass die Mehrzahl der befragten Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 und 6 sich Unterstützung wünscht
- bei der Schlichtung von Streit und dem Lösen von Konflikten mit anderen: 19,2%
- bei Fragen und wenn ich Hilfe benötige in der Pause: 25,2%
Die buddy- Projektgruppe ( begleitende Lehrkräfte Frau Gersthagen, Frau Köhler, Frau Dennhof) schlägt darauf vor und im Mai 2008 stimmt die Gesamtkonferenz zu, am FEG das Projekt Pausen- Buddys durchzuführen.
Was bedeutet das konkret?
Im Schuljahr 2008/ 2009 findet im Wahlangebot der Schule ein vierzehntägiger 2-stündiger Trainingskurs zur Ausbildung der „ Pausen- Buddys“ statt. Mindestzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer 16 Schülerinnen und Schüler. Jeweils ein Mitglied der buddy- Projektgruppe übernimmt diesen Kurs im 1. und 2. Halbjahr. Eine theoretische und praktische Leistungsbewertung sind Grundlage der zu erteilenden Zeugnisnote.
Das Angebot ist besonders geeignet für Schülerinnen und Schüler, die
- kommunikativ sind
- offen und aktiv auf andere zugehen können
- daran interessiert sind, Konflikte friedlich zu lösen
- Konfliktbearbeitungsmöglichkeiten kennen lernen wollen
- sich weiter an der Schule für andere Schülerinnen und Schüler einsetzen wollen: z.B. als Hausaufgabenbetreuerinnen
und- betreuer oder Patinnen und Paten - die Kompetenzen erwerben wollen für ein Qualitätszeugnis in sozialer Kompetenz (Benotung)
- daran denken, später mit Menschen zu arbeiten
persönliche Voraussetzungen:
- sich ausdrücken können
- selbstbewusstes Auftreten und Durchsetzungsvermögen
- Flexibilität
- Einfühlungsvermögen
- Bereitschaft im Team zu arbeiten
- Kritik und Konflikte aushalten können
- Bereitschaft über eigenes Verhalten auch in einer Gruppe nachzudenken





