Schulkalender

Methodenkonzept

Methodenkompetenz - Zielsetzung

Unterricht hat sich lange auf reine Stoff- und Wissensvermittlung reduziert und zielt im Gymnasium auch heute noch vorwiegend auf den abstrakt-verbalen Lerntyp. Ein lehrerzentrierter Unterricht (Frontalunterricht) hat durchaus seine Berechtigung, birgt aber die Gefahr, SchülerInnen in einem passiv-rezeptiven Konsumverhalten zu bestärken, zu dem die heutige Medien -und Konsumkultur in starkem Maße beiträgt. Doch die Veränderungen in der Schule (die Verkürzung des gymnasialen Bildungsganges auf acht Jahre, die Einführung neuer Abiturprüfungsformen und des Landesabiturs) erfordern von den SchülerInnen in Zukunft – mehr noch als in der Vergangenheit – die Fähigkeit zum selbstständigen, eigenverantwortlichen Arbeiten, eine Fähigkeit, die auch über die Schule hinaus vor dem Hintergrund von Globalisierung und "lebenslangem Lernen" von Bedeutung ist. Deshalb streben wir neben der Wissensvermittlung als Ziel unseres Unterrichts auch die Eigenverantwortlichkeit und Mündigkeit der SchülerInnen an, ihre persönliche Autonomie und Handlungskompetenz, ihre Selbsttätigkeit und die Fähigkeit, den eigenen Lernprozess selbstständig zu organisieren sowie in Gruppen zu arbeiten. Dazu müssen wir den SchülerInnen ein Instrumentarium vermitteln, mit dem sie ihren Lernprozess selbst in die Hand nehmen können, also Methodenkompetenz und Teamfähigkeit.

 

Methodentraining in der Mittel- und Oberstufe

Das Methodentraining sollte jeweils im ersten Halbjahr durchgeführt und die erworbenen Fähigkeiten im laufenden Unterricht weiter geübt und gefestigt werden. Hierzu ist es notwendig, dass sich alle Kollegen über die jeweiligen Inhalte informieren und diese entsprechend für ihren Unterricht nutzbar machen.
Die Teilnahme und die Einübung der Methoden sollte in einem Schülerportfolio dokumentiert werden, dass dann auch Grundlage für die Beratung hinsichtlich der Präsentation im Rahmen der Abiturprüfung dienen kann. Die Dokumentation wird mit den Schülerakten aufbewahrt.

Das Methodentraining gliedert sich folgendermaßen:

 

Jahrgangsstufe 5:

  • Sockeltraining: Lernen lernen / Klassenarbeiten und Hausaufgaben / Vokabelarbeit
  • Methodentag Mathematik
  • Methodentage Lesekompetenztraining

Jahrgangsstufe 6:

  • Sockeltraining: Gruppenarbeit
  • Vorlesewettbewerb

Jahrgangsstufe 7:

  • Sockeltraining: Soziales Lernen
  • Sockeltraining: Visualisieren und Gestalten (im Rahmen des Skilehrgangs)
  • Erzählwettbewerb (Ausrichtung: Kreis Offenbach)

Jahrgangsstufe 8:

  • Sockeltraining: Kommunikation / Markieren und Strukturieren
  • Training: Bewerbung

Dieses Training wird nicht im Block vermittelt, sondern findet im Rahmen des Deutschunterrichts statt. Aus Rückmeldungen von Eltern und Lehrkräften ergab sich die Notwendigkeit, diese Inhalte bereits am Ende der Jahrgangsstufe 8 zu vermitteln, so dass eine Bewerbung für das in der Jahrgangsstufe 9 stattfindende Praktikum rechtzeitig vorgenommen werden kann. Neben dem Erstellen einer Bewerbungsmappe sollte auch auf ein Vorstellungsgespräch und evtl. auf einen Einstellungstest vorbereitet werden. Über den konkreten Inhalt entscheidet die Fachkonferenz Deutsch.

 

Einführungsphase (E-Phase):

  • Methodentage: Mediengestützte Präsentation mit problemorientierter Fragestellung

Das Methodentraining findet in der E-Phase nicht mehr während der Projektwoche statt, sondern wird als zweitägiges Training in den ersten Wochen des Schuljahres durchgeführt. Inhaltlich sollen die Schüler auf die Besonderheiten der Präsentation unter Abiturbedingungen vorbereitet werden. Spätestens in der Q3 sollen dann alle Schüler eine solche Probepräsentation in einem Fach ihrer Wahl vorgestellt haben.

Dokumentationsvorlage über die praktische Umsetzung der Inhalte des Methodentrainings als Word- / PDF- Dokument.

Diese Aufgaben verstehen sich als Pflichtaufgaben. Die in der letzten Zeile dokumentierbare sonstige Leistung kann eine andere Aufgabe ersetzen und dient somit als "Joker".
Prinzipiell gilt, dass vor der Übernahme einer jeden Aufgabe mit der betreffenden Lehrkraft geredet und deren Einverständnis eingeholt wird.
Mindestens zwei der auszuführenden Aufgaben müssen in einem naturwissenschaftlichen Fach abgeleistet werden.