Schulkalender

Schulgeschichte

Am 12. Februar 1960 beschloss die Mühlheimer Stadtverordnetenversammlung einstimmig die Errichtung einer höheren Schule für die Gemeinden des mittleren Landkreises Offenbach in Mühlheim am Main. Entscheidend für den, damaligen Bürgermeister Anton Dey und die Mühlheimer Parlamentarier war die Überlegung, dass eine höhere Schule in Mühlheim den Bildungsgang zum Abitur für Mühlheimer Kinder erleichtern würde.

Anton Dey, dem großen Architekten der Demokratie in Mühlheim, war der Besuch eines Gymnasiums versagt geblieben. Umso mehr setzte er sich mit aller Tatkraft für eine weiterführende Schule in seiner Heimatstadt ein. Darüber hinaus brachte das neu zu errichtende Friedrich-Ebert-Gymnasium (FEG) der Mühlenstadt überörtliche Bedeutung und Ansehen.

Nach Ostern 1964 war es dann soweit: Mit der Einschulung einer ersten Quarta wurde das Kreisgymnasium offiziell eröffnet. Anfangs fand der Unterricht noch in den Räumen der Friedrich-Ebert-Haupt- und Realschule statt. Mit einer zweiten Quarta konnte 1965 der Schulbetrieb in dem ersten zweigeschossigen Backsteinbau aufgenommen werden.
1970 konnte das FEG die erste Generation von Abiturienten verabschieden: 32 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 1951/52 erhielten ihr Abiturzeugnis. Im gleichen Jahr wurde ein weiterer Gebäudetrakt des neuen Gymnasiums fertiggestellt, in dem Schulleitung, Schulverwaltung und Lehrerzimmer nebst Bücherei ihr Domizil bezogen. Schulhof und Außenanlage wurden in den Sommerferien 1970 hergerichtet und ab dem Herbst stand auch die neue Turnhalle für den Sportunterricht zur Verfügung.

Zwanzig Jahre später wurde das Gymnasium dann noch einmal erweitert: Der zusätzliche Gebäudekomplex stellte Räumlichkeiten für den Kreativbereich zur Verfügung. Er enthält jeweils zwei Werk- und Zeichenräume, einen Theaterraum mit Bühne und ein Fotolabor. Auch die Schülervertretung, die Schülerbibliothek und die Schüler-Cafeteria mit Kiosk sind in dem Bau untergebracht. Nach nunmehr vierzigjährigem Bestehen ist der Beweis der Nachhaltigkeit der damaligen Entscheidung, in Mühlheim am Main ein Gymnasium zu errichten, längst erbracht: Mit mehr als 750 Schülerinnen und Schülern aus Mühlheim und Umgebung verzeichnet die Schule einen "Rekordbesuch". Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Schichten können direkt am Wohnort oder in Wohnortnähe die Hochschulreife erlangen.

Viele beruflich erfolgreiche Mühlheimer erlangten ihre Schulbildung am FEG. Vierzehn Mandatsträger der aktuellen Stadtverordnetenversammlung besuchten das Mühlheimer Gymnasium. Das FEG - soviel ist heute klar - leistet einen entscheidenden Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Mühlenstadt.

Das Friedrich-EbertGymnasium stellt sich in vielfältiger Weise den Herausforderungen der Gegenwart. Die erfreulich hohen Schülerzahlen machen pädagogische Reaktionen erforderlich. So wurde zum Beispiel eine Schulethik ausgearbeitet, in der genaue Verhaltensregeln festgeschrieben sind. Ein Schulprogramm legt heute die Entwicklungsziele der Schule für drei bis fünf Jahre fest; jährlich werden diese Vorhaben überprüft und korrigiert.

Ein zentrales Anliegen des FEG ist es, Schülerinnen und Schüler zum selbstständigen und effizienten Lernen zu befähigen. So beteiligte sich die Schule am Pädagogischen Schulentwicklungsprogramm (PSE) des Hessischen Kultusministeriums, in dessen Rahmen sich Lehrerinnen und Lehrer mit innovativen Lern- und Arbeitsformen vertraut machen konnten. Dieser Prozess wurde begleitet von der schrittweisen Modernisierung der schulischen Ausstattung. So verfügt das FEG mittlerweile über mehr als 150 moderne Rechner für den Unterricht. Laptops und Beamer ermöglichen es, sich in mediengestützter Präsentation zu üben und auf das Internet zurückzugreifen. Informatik ist seit Jahren Prüfungsfach im Abitur.

Besonderen Wert legt Schulleiter Stefan Sturm auf eine gute Zusammenarbeit mit den Elternvertretern, die im Schulelternbeirat und in der Schulkonferenz mitarbeiten: Denn nur mit Unterstützung der Eltern kann Schule heutzutage ihre Ziele erreichen. Eine Schulkonferenz gibt es seit 1993 am Friedrich-EbertGymnasium; sie ist das oberste Beschlussgremium der Schule und setzt sich aus sechs Lehrervertretern, drei Eltern- und drei Schülervertretern zusammen. Geleitet werden die Sitzungen vom Schulleiter. Es gibt außerdem einen Förderverein, der jährlich mehrere tausend Euro für pädagogisch wertvolle Vorhaben beschafft - zusätzliche Mittel, die der Schule sonst nicht zur Verfügung stünden. Auch unterstützt er die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an Schulfahrten, deren Eltern die Mittel nicht aufbringen können. Auf der Homepage des FriedrichEbert-Gymnasiums können sich Interessierte umfassend über das Leistungsspektrum und das Profil des Gymnasiums informieren.