Schulkalender

Auschwitz-Projekt

Schüler stellen Auschwitz-Projekt 2017 vor

Es ist ein Teil des Geschichtsunterrichts, der in die Gegenwart führt: Zum 27. Mal besuchten 40 Schüler und vier Lehrer des Mühlheimer Friedrich-Ebert-Gymnasiums im Auschwitz-Projekt das wie nichts anderes als Synonym für den Massenmord während des Nationalsozialismus stehende ehemalige Konzentrationslager. Weiterlesen: OP-online 30.01.2017

Zwölftklässler präsentieren ihr Projekt „Auschwitz“


Mehr als 30 Schüler des Mühlheimer Friedrich-Ebert-Gymnasiums (FEG) haben das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz, fast inmitten der polnischen Stadt Oswiecim, besucht. Jetzt stellten die Zwölftklässler ihre Projektergebnisse vor.
Weiterlesen: Offenbach Post - online vom 15.03.2016

Auschwitz- Projekt 2015

Wie jedes Jahr am FEG machte die 11. Klasse eine Studienfahrt in ein Konzentrationslager. Dabei konnten die Schüler wählen zwischen einer Fahrt nach Weimar / Buchenwald und Auschwitz in den Ort Oswiecim. Am 19.09.2015 trafen sich die Teilnehmer der Fahrt in die Gedenkstätte Auschwitz am Hauptbahnhof in Frankfurt, um mit dem Reisebus ihre 15-stündige Fahrt nach Polen anzutreten.

Schülerbericht - Auschwitzprojekt 2014/15

Nachdem wir, dreißig Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Ebert-Gymnasiums, uns am ersten Tag in unserer Unterkunft, dem „Zentrum für Dialog und Gebet“, in Auschwitz eingefunden hatten, begannen wir die zwei darauffolgenden Tage, nach dem Frühstück, mit Führungen.

Das Friedrich-Ebert-Gymnasium trauert um Kazimierz Smolen

Kazimierz Smolen ist im zweiundneunzigsten Lebensjahr gestorben. Er war politischer Häftling im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Später wurde er dann Leiter der Gedenkstätte und des Museums, als die das Lager heute in Oswiecim (Südpolen) erhalten wird.

Herr Smolen ist dem Auschwitzprojekt, das das FEG gemeinsam mit der Bergschule in Apolda seit mehr als zwanzig Jahren durchführt, immer verbunden gewesen. Als Zeitzeuge hat er viele Jahre lang unsere Projektgruppen durch das Lager geführt und sie bei den Recherchen in den Archiven unterstützt.

 

Auschwitz-Projekt 2010/2011

"Wir wollen Ihnen nicht Auschwitz erklären. Wer es kennen lernen möchte, fährt lieber selbst hin." Die das sagen, meinen es ernst. 24 Jugendliche der Klassen elf und zwölf der Bergschule Apolda und des Friedrich-Ebert-Gymnasiums (FEG) in Mühlheim waren da, im berüchtigsten Vernichtungslager der Nazis. "Das Erlebnis hat jeden ganz persönlich berührt und uns alle verändert", fasst ein Mädchen zusammen, "es hat Bekannte zu Freunden zusammen geschweißt."Gut acht Tage haben sie sich zwischen Appellhof und Erschießungsmauer, Bordell und Gaskammern aufgehalten und ihre Eindrücke in eine Präsentation gepackt, die unter die Haut geht. Mit Hilfe von zwei Künstlern aus Wien und Frankfurt haben sie ihre Gefühle in sehr persönliche Worte gefasst, in eigenwillige Fotos und in Video-Collagen, die sie am Donnerstagabend, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, zum Teil live einspielen.

Der Saal des Jugendzentrums an der Rodaustraße ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Besucher sitzen in ungewohnter Dunkelheit, vernehmen Zuggeräusche, Schritte, Schreie. Dann blicken sie auf Zeichnungen aus dem Lager, auf Fotos von ausgemergelten Körpern, traurigen Kindergestalten. Selbst gedrehte Sequenzen mit gesenkter Kamera deuten den Gang der Deportierten zu ihren Unterkünften an. Der Blick in einen dunklen Flur, durch den eine Person bedächtig schreitet, erinnert an den letzten Gang von 1,5 Millionen Menschen.

Mit bedeckter Stimme stellen Schülerinnen das Unfassbare ihrem Unverständnis gegenüber. "Wie konnte die Menschheit das zulassen?" Die Gruppe "Kunst & Lyrik" spielt Aufnahmen von einem Versuch ein, bei dem Probanden scheinbar immer höhere Stromstöße für falsche Antworten vermeintlicher Kandidaten abgeben. Das Experiment belege, das Menschen trotz Skrupel andere verletzen könnten, weil sie die Verantwortung dafür bei den Befehlsgebern sähen.

Die Jugendlichen ziehen eine Videokamera über einen selbst gezeichneten Plan von der Anlage und geben dabei die Standard-Führung mit ganz persönlichen Merkmalen wider. Spielen die Phasen der Bestraften nach, die bis zu 18 Stunden stehen mussten. Oder den stoischen Marsch von den Viehwaggons in den Todesblock, in dem allein ein Kind die Ängste aller laut ausspricht.

Als "roter Faden" taucht in allen Bildern des Foto-Teams ein alter Schuh auf, geht den Weg der Gefangenen mit. Die Schüler haben die Punkte ausfindig gemacht, die von einem Überlebenden in einem Buch geschildert werden. Stacheldraht und Nachbildungen der Zaunpfosten bringen eine beklemmende Atmosphäre in den sonst so mit viel Leben erfüllten JUZ-Flur.

FEG-Schulleiter Jürgen Hegener erfüllte der Abend mit großem Respekt. Das 1990 von Geschichtslehrer Jürgen Bartholome ins Leben gerufene Projekt werde auch in diesem Jahr fortgeführt, so Hegener.

Mahnende Worte am Wachthäuschen - Gedenkfeier erinnert an die Reichspogromnacht

Es ist Tradition in Mühlheim, dass man anlässlich der Reichspogromnacht am 9. November den verfolgten und ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger ein ehrendes Angedenken bewahrt. Diese Aufgabe nehmen jedes Jahr Schülerinnen und Schüler des Friedrich-Ebert-Gymnasiums wahr.

 

Zur Bedeutung des "Auschwitz-Projektes" für das Friedrich-Ebert-Gymnasium

Ausschnitt aus dem Einführungsvortrag zur diesjährigen Präsentation des Auschwitz-Projektes von Reinhard Badzura, Fachbereichsleiter der Gesellschaftswissenschaften

 

Bundespräsident Köhler lobt das Auschwitz-Projekt des Friedrich-Ebert-Gymnasiums

Er sagte u.a.: "(…) Immer wieder haben mir Jugendliche berichtet, wie sehr ihr Interesse an Geschichte, ihr Engagement und ihr Verantwortungsbewusstsein für ein gutes Miteinander gerade dadurch beflügelt wurden, dass sie den Spuren der Vergangenheit in ihrem heutigen Alltag nachgingen, dass sie zum Beispiel das Schicksal jüdischer Schüler an ihrer eigenen Schule erforschten und mit Zeitzeugen darüber sprachen, wie damals eine Minderheit ausgegrenzt und verteufelt wurde, und dass sie schließlich überlegten: Wie kann ich das, was ich erfahren und gelernt habe, meinen Mitschülern vermitteln - auch denen, die nichts davon wissen wollen?